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Samstag, 23. Juli 2011

Die Zeit verinnt

Ich kann es gar nicht glauben, dass es nur noch 10 Tage sind, die ich hier in Hildesheim verweile. Die Zeit scheint zu rasen und je mehr ich an Bolivien denke, desto gribbeliger wirds.
Aber ich war in den letzten Wochen auch nicht untätig. Drei Tage habe ich meinem alten Kindergarten noch einmal besucht und dort mitgearbeitet.
Die KiTa Moritzberg
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Dabei wurde ich nicht nur von meiner alten Erzieherin Frau Raschi herzlich begrüßt, sondern auch von den Kindern. Es ist nun mehr als 8 Jahre her, dass ich dort war und man merkt einige Unterschiede. Trotzdem bleibt die Dynamik gleich und die Bedürfnisse der Kinder haben sich auch nicht so gravierend geändert. Also hieß es für mich von Mittwoch bis Freitag "Steffi spielst du mit mir, malst du mir was, darf ich das, kannst du mir helfen?" Ich hätte nicht gedacht, dass die Arbeit so anstregend sein kann, gleichzeitig aber auch so viel Spaß macht. Die Tage im Kindergarten Moritzberg waren echt super und deshalb habe ich noch einen Tag länger dort mein Mini-Praktikum gemacht und am letzten Tage Kuchen verteilt. Man kann gespannt sein, wie es in Bolivien in dem Kindergarten aussehen wird. Aber mit Sicherheit kann ich sagen, dass mir die Arbeit im Kindergarten sehr viel Spaß macht und das ist ja schon einmal eine gute Vorraussetzung.

Trotz der schönen Tage im Kindergarten gehen die Bolivien-Vorbereitung in die Endphase. Meine to-do Liste wird immer länger und es sind immer mehr Dinge, die ich noch besorgen muss oder organisieren muss. Und das Thema Abschied steht auch immer noch im Raum.
Der Countdown läuft...

Sonntag, 10. Juli 2011

Bolivindian

Am Freitag hieß es dann Abschied.
Doch so sentimental, wie es jetzt klingt, war es nicht. Meine Abschiedsparty stand nämlich an, denn bevor ich ins Ausland verschwinde, möchte ich mich bei allen verabschieden und da ist eine Party der einfachste Weg. Zu meinem Glück habe ich in Moritz einen super Partner für diese Feier gefunden, denn auch er wird ab Ende Juli einen Freiwilligendienst in Indien ableisten. Bolivien meets Indien oder auch einfach "Bolivindian"!

made by Mo
Der Abend war alles in allem sehr schön und hat sehr viel Spaß gemacht. Zwar fand ich es sehr schade, dass viele nicht konnten, aber ich habe ja noch über 20 Tage um mich auch von diesen Menschen zu verabschieden. Und obwohl ich in Bolivien bin, bin ich ja nicht ganz aus der Welt!


Am Samstag ging es dann gleich weiter: Abschieds-Aussendungsgottesdienst in Hannover.
Unser letztes Treffen in voller Besetzung als hildesheimer Freiwillige in der Basilika St.Clemens. Christina, unserer einzige Freiwillige für die Ukraine, fliegt nämlich schon nächste Woche.
Der Gottesdienst war wirklich nett und anregend. Final gab es dann noch den Reisesegen, bei dem wir vom Pfarrer und der Gemeinde empfangen haben.
Ich fand es ein echt schönes Treffen, zumal ich es echt super fand, dass meine Tante und mein Onkel dabei waren.
Im Anschluss gab es dann noch einen kleinen Empfang, wo man nochmal zusammen stehen konnte und sich unterhalten konnte. Unsere Eltern haben Herrn Czech, unseren Chef,  und auch die anderen Freiwilligen kennengelernt.
Anne,Simon und ich

Christina :)







Johanna und Jonas
Nachdem dann unsere Eltern gegangen sind, haben wir uns als Freiwilligengruppe noch auf den Weg in die Stadt gemacht, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, denn wie man sich vorstellen kann, haben wir alle im Moment viel um die Ohren, viele Probleme und Fragen bezüglich unseres Jahres in Bolivien. Der Erfahrungsaustausch ist da das beste Mittel und so haben wir einen langen Gesprächsabend verbracht, bei dem dann auch das Fußballspiel der deutsche Frauen nur noch Nebensache war. Ich bin echt glücklich, so viele Leute, um mich zu haben, mit denen ich ausreisen darf und die darüberhinaus auch einfach super sympathisch sind.
Herzlichen Dank auch an Jonas für seine Gastfreundschaft.

Der Termin der Ausreise rückt immer näher und man darf gespannt sein, was die letzten Tage noch so bringen werden.
¡Hasta pronto!