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Samstag, 21. Juli 2012

Der letzte Akt

Jedes große Stück, Drama, Komödie etc. findet irgendwann sein Ende im Schlussakt. Diesen Schlussakt habe ich zu meinem Leidwesen erreicht.
Ich möchte kurz resümieren, was ich die letzten Wochen so gemacht habe.

Zunächst einmal gab es wieder einmal ein großes Fest und gleichzeitig eine neue Gelegenheit für mich zu tanzen. An San Juan ist im ganzen Land Fiesta mit typischen Ritualen und viel Alkohol. Ich habe es tanzend verbracht, denn zu Ehren San Juan Bautiso haben wir in der Zona Sur getanzt. Daher stammt auch das Video aus meinem letzten Beitrag. Mir hat es wieder einmal sehr sehr gut gefallen und es war vom Aufbau, wie die mini-mini-mini Entrada Oruros. Am Ende musste man in die Kirche einziehen mit allen und beten.

Mit mini-Morenadas

Mit Pujkay´s Tämnzerinnen

Da habe ich mir eben die Bolivien Fahne gemopst.

 

Bei Warmi gab es auch ein Außerordentliches Fest: das Familienfest. Dazu haben die Kinder verschiedene Tänze vorbereitet und jede Gruppe hat irgendwas präsentiert. Die Kleinsten haben mit Spidy Gonzales gerockt während die Größeren mit Theater und Hip-Hop Tänzen überzeugt haben. Daneben wurden typische Teigfladen (Bunuelos) mit Api (Glühweinähnlich) verkauft.
Viele Eltern kamen, um sich ihre Kinder anzuschauen, was mich sehr an meine eigene Kindheit erinnert hat. Am Ende haben wir noch eine Verlosung gemacht und Canastones (Warenkörbe) verschenkt. An sich ein sehr nettes Fest.



Hand in Hand- hier mit Api und Bunuelos

 
Anfang Juli waren wir dann mit den Kleinsten im Park. Dieses Mal sogar in einem Lehrnpark. Mit verschiedenen Spielgeräten aber auch einem Verkehrskindergarten. Die Kinder waren begeistert von den vielen Spielgeräten. Jedes musste ausprobiert werden. Aber auf rund 30 kleine Kinder aufzupassen ist auch kein Zuckerschlecken. Die größeren verstecken sich und die kleineren trauen sich noch nicht auf die Spielgeräte. Man muss also wirklich aufpassen.
Zwischen dem Spielen haben wir immer mal wieder eine kleine Verschnaufspause gemacht.Gegessen und getrunken und dann wieder weiter gespielt.



 
In Tiquipaya habe ich die Ferien genutzt, um verschiedene Aktionen durchzuführen. Ich habe mit dem Kinder zusammen ein kleines Kino veranstaltet und ihnen einen Film zum Medio Ambiente gezeigt. Zu meinem Glück kam vor wenigen Monaten ein Film in die Kinos, der genau für ihre Altersklasse ist und in einer infantilen Weise die Konsequenzen des Baumabholzens zeigt. Die Kinder waren begeistert, sowohl groß als auch klein. Unsere Zwillinge haben sogar so lange gebettelt bis ich ihnen den Film geliehen haben.


 
Darüberhinaus habe ich gemeinsam mit Larissa in Tiquipaya einen Deutschland-Tag gemacht. Wir haben eine Präsentation angefertigt und gemeinsam mit den Kinder unsere Heimat präsentiert. Viele Kids hatten auch interessante Fragen: Warum hat eure Fahne diese Farben?Warum ist eine Frau an der Macht? Wie schmeckt süßer Senf? Wie tanzt ihr?
Eine Menge Fragen, die das Ganze aber um einiges dynamischer und interessanter gemacht haben. Mir hat es unglaublich gut gefallen.
Danach gab es noch „typisches“ Essen. Aus zeitlichen Gründen haben wir dabei zu Nudelsalat mit Würstchen gegriffen. Dies hat den Kindern aber sehr gut gefallen und es wurde immer um Nachschlag gebeten.
ViVa Alemania!



"typisch deutsches Essen"- so gut es halt geht:Nudelsalt mit Würstchen



In der gleichen Woche habe ich dann auch meine große Aktion durchgeführt: Eine Stadttour mit den Kindern aus dem Vorort Tiquipaya. Während meiner Zeit in Bolivien habe ich gemerkt, dass viele dieser Kinder keine Idee von Cochabamba haben, obwohl sie nur eine halbe Stunde entfernt wohnen. Sie kannten die wichtigsten und auch schönsten Seiten ihrer „Hauptstadt“ nicht. Das fand ich sehr schade und habe gemeinsam mit der meiner Chefin vor Ort diesen Ausflug geplant. Dank der lieben Spenden aus meinem Familienkreis konnten wir Bus und Verpflegung bezahlen und so den Ausflug durchführen. Danke dafür!
Zunächst sind wir zum Stadium in Cochabamba, wo die großen Fußballclubs ihre Spiele haben. Ein Highlight für die kleinen Fußballfans, die diesen Ort höchstens aus dem Fernsehen können. Durch Glück und vielem Fragen haben wir eine Führung durch das Stadium bekommen und konnte auf den Rasen und in eine der Spielerkabinen. Besonders war auch der Laufring um das Feld, der natürlich gleich ausprobiert werden musste! Also alle Kinder haben eine Runde gedreht und dann ging es auch schon zur nächsten Station. Dem Rathaus der Stadt. Für einige war es nicht sonderlich interessant, während andere sogar die Namen der wichtigsten Ratsmitglieder wussten.
Danach ging es zur Hauptplaza, wo wir Tee und Brötchen serviert haben. Die Kinder waren besonders begeistert von den vielen Tauben und sind sofort auf Taubenjagd losgezogen. Da musste man hinterherlaufen, um die Tauben zu beschützen.
Dann haben wir ganz kurz de Kathedrale Cochabambas besucht um den vielen Atheisten auch eine historische Kirche zu zeigen. Mit unsere Professora konnten die Kinder auch einiges über die vielen Symbole und Heiligen lernen, da sich Professora Eva sehr dafür interessiert.
Im Parque Botanico haben die Kinder noch Fische gesehen, die sie auch gleich fangen wollten, und verschiedene Bäume und Pflanzen bewundern können.
Zum Mittagessen sind wir dann nach Pacata aufgebrochen, um gemeinsam mit den Kindern des Hauptprojektes zu Essen. Diese Integration an Kindern der Stadt und vom Land fiel nicht leicht. Aber gespielt und gelacht wurde trotzdem eine Menge. Nach dem leckeren Essen, dass alle aufgegessen haben (trotz des verhassten Broccolies) sind wir zu unserer nächsten und letzten Station aufgebrochen: Dem Flughafen von Cochabamba. Dort wurden wir überraschenderweise von den Feuerwehrleuten begrüßt und haben von ihnen eine Führung bekommen. Uns wurden ihre Löschfahrzeuge gezeigt und jedes Kind durfte auch einmal mit dem Schlauch Wasser verspritzen. Danach haben wir noch eine Show bekommen, wie ein richtiger Einsatz durchgeführt wird. Ein wirklich schönes Erlebnis mit dem ich gar nicht gerechnet hatte. Dazu haben wir Flugzeuge landend und abfliegend gesehen, was besonders unsere Köchin beeindruckt hat: Da ist das erste Mal, dass ich ein Flugzeug sehe, was landet und startet!
Ich bin abends super glücklich aber auch kaputt angekommen. Doch den Kindern hat es super gut gefallen und das ist das allerwichtigste.



In der Kabine deines Fußballclubs


Fischefangen im Botanischengarten
Mittagessen in Pacata
Mit den Kindern aus Tiquipaya in der Seifenfabrik
Das wohl schönste Erlebnis:Die Kinder am Spielen mit den Rolltreppen, denn sowas haben sie vorher noch nie gesehen..
Bei der Feuerwehr

Das Spektakel: eine Vorführung der Fahrzeuge
 

Am Wochenende war ich dann noch an einer Lagune Fischessen mit meiner zweiten Familie.


 Final noch ein bisschen auf Tiquipaya aus meiner letzten Woche:



Der Versuch eine Pyramide zu bauen...
 
Evita beim Erbsenpulen (4Jahre alt)
 
Gruppenfoto
 
So die letzte Woche steht an und ich kann es immer noch nicht glauben, dass nun 12 Monate vorbei sind. Wie schnell das ging und wie viele tolle Erlebnis ich hatte. Ich bin unglaublich dankbar für all dies und hoffen von Herzen, dass ich schon bald in dieses tolle Land wieder zurückkehren kann.


Con carino: Estefy


Sonntag, 1. Juli 2012

Geschmacksprobe


Buenas liebe Leute aus Deutschland!
Ein kleiner Einblick soll dieses Video geben, was genau "Saya-Afro" ist, von dem ich immer so viel berichte. Eine  kleine Session, so wie es in den Yungas oft gespielt wird und mit trommelrhythmus unterstrichen wird.
Ich hoffe, dass ich den Bericht zum großen Fest für San Juan bald fertigstelle!