Seiten

Montag, 28. Juli 2014

"Aller Anfang ist schwer.."






Oh man, so schnell verging die Zeit und jetzt bin ich schon 5 Tage in Kolumbien. Aber fangen wir von vorne an. Die Reise mit dem Flieger war eigentlich an sich ganz angenehm, wenn man sich den Umständen anpasst. Der Langstreckenflug war echt bequem und ich kann mich über den Service von Iberia nicht beschweren! Aber 25 Stunden und wenig bis gar keinen Schlaf schlauchen echt. Somit waren Imke (meine Kommilitonin und Mitfahrerin) und ich echt etwas fertig, als wir unseren
Strasse im Norden
Zielflughafen endlich erreicht haben. Zweimal Umsteigen und drei Maschinen waren etwas viel. Naja... ich hatte echt Glück, dass ich in Bogota von der Mutter meiner kolumbianischen Freundin Melissa abgeholt wurde. Irgendwie ist man ja schon verschreckt von dem ganzen Sicherheitsrummel und bei der Dämmerung, viel Gepäck und wenig Aufmerksamkeit war es einfach sehr gut, dass wir uns darum keine Gedanken machen musste.  
Die Ente :) fand ich gut.

Ich habe dann die ersten Nächte bei der besagten Mutter geschlafen, was echt super schön war! Ich wäre auch sehr gern bei ihr geblieben, aber sieht wohnt etwa 100 Blocks von meiner Universität entfernt, was mich etwa 1 bis 1,5 Stunden Weg kosten würde und das ist leider echt zu viel.Also habe ich mich recht schnell vom Norden Bogotas verabschiedet. An sich ist das eine nette Gegend, auch wenn ich die Zäune, Hochhäuser und Pförtner eher abschreckend finde. Anbei habe ich ein paar Fotos, denn anders als im Zentrum habe ich mich dort „getraut“ Fotos zu machen. Das klingt abschreckend, was ist leider auch ist. Leider scheinen die Gerüchte um die desolate Sicherheitslage hier wahr zu sein. Jeder Kolumbianer hat mich bisher mehrmals darauf hingewiesen, wie gefährlich ist und man kann sich sicher sein, dass es egal wo man ist, immer gefährlich ist. Es empfiehlt sich ab Dämmerung nicht mehr rauszugehen und möglichst unauffällig zu wirken. Zumal man als Ausländer relativ schnell enttarnt wird und ich trotz meiner dunklen Haare doch ziemlich auffalle. Ich hoffe, dass sich dieser erste abschreckende Eindruck noch etwas abmildert, denn irgendwie ist es auch schade, dass man sich hier nicht frei bewegen kann. Deshalb habe ich bisher noch nicht viele Fotos schießen können. Hoffentlich pendelt sich das bald genauso wie in Cochabamba ein und ich kann mich an die Gepflogenheiten besser gewöhnen. Die Polizeipräsenz, mit Waffen und Hunden ist auf jeden Fall stärker, als in Bolivien.
Ich wohne jetzt zwei Blocks von der Universität entfernt, was sich als ziemlich praktisch herausstellt. Das Barrio ist eigentlich auch ganz nett soweit, zumindest sehr grün, auch wenn das für viele Kolumbianer wieder Gefahr bedeutet... das scheint mein neuer Begleiter zu sein.
Bisher war ich einmal in der Uni. Sie ist echt schick, ein neuer Komplex mitten in der Innenstadt. Wir haben einen kleinen Einführungsnachmittag gehabt, den ich aber nicht ganz mitmachen konnte, weil ich zu der Zeit noch im Norden gewohnt habe und deshalb früher nach Hause musste. Was ich allerdings mitbekommen habe; es gibt super viele Deutsche in Bogota. Wir sind Platz 2 der Top-Austauschstudenten in Bogota: Platz eins belegt Mexiko. Das bedeutet aber auch, dass man nicht soooo besonders hier und ich relativ schnell mit Deutschen in Kontakt ist. Bisher habe ich auch schon relativ viele Deutsche kennengelernt, aber ich denke, dass sich das noch verändern wird. Ab Dienstag geht es dann richtig los.
Ansonsten ist mein erste Eindruck von Bogota allerdings etwas schwer zu fassen. Diese Stadt ist einfach nur riesen groß und hier laufen Menschenmassen aller Klassen rum. Bisher habe ich auch nur wenig schöne Viertel kennengelernt, sodass der Funke noch nicht ganz übergesprungen ist. Aber ich denke, dass das mit der Zeit noch kommen wird. Eine Sache für die ich aber sicherlich noch länger brauchen werde, ist das Geld. Die Währung wird hier in Tausendern bemessen. Ein Kaffee kostet somit 2.500 kolumbianische Pesos. Eine Taxifahrt zwischen 7000-20,000 Pesos. Das sind Beträge, die sich sehr an den deutschen Standard anpassen, eine weitere Sache mit der ich nicht so recht gerechnet habe.
Bueno ich melde mich bald wieder, um ueber die Uni berichten zu koennen.
Liebe Gruesse aus Bogotá
Estefy
Mit Melissas Hund
 
Ausblick aus meinem neuen zu Hause

1 Kommentar:

  1. Oh, Steffi, pass bloß gut auf dich auf!
    Aber es klingt alles sehr aufregend, kriege grade ein bisschen Fernweh ;) Lass uns nicht zu lange auf den nächsten Eintrag warten, bin schon ganz gespannt :) Hätte gerne mal ein Bild von deiner neuen Bleibe. Mit wem wohnst du da? Ich hab übrigens noch die ganzen Bilder von deinem Abschied.. Wie erreichen die dich am besten?
    Lebe dich gut ein und bis bald, kleine Steffi :)

    AntwortenLöschen