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Donnerstag, 25. August 2011

Halbzeit La Paz


Mit Janina
Die Hälfte meiner La Paz Zeit ist nun vorbei und es ist Zeit für einen Bericht, denn in den letzten Wochen ist einiges passiert.

Nachdem wir unsere lieben Mitfreiwilligen verabschiedet haben, ging es gleich los mit Sprachkurs. Ein Glück für mich, dass unsere Lehrerin Isabell nur 10 Minuten von mir entfernt wohnt. Sopocachi( mein Stadtteil) ist einfach ein super Wohnort!! Da ich in der Gruppe mit dem meisten Spanischkenntnissen bin, müssen wir dementsprechend viele und anspruchsvolle Aufgaben lösen. Also jeden Tag 4 Stunden Intensiv-Spanisch, was echt anstrengend ist, aber wir wollen uns ja auch verbessern und die Sprache besser können, denn irgendwie habe ich im Moment noch echte Verständigungsprobleme ( Warum bloß verstehen die mein Spanisch nicht??). Zum Glück gibt es liebe Gastgeschwister, die einem helfen. Larissa und ich waren gemeinsam mit ihrer Gastschwester bei Frisör, was ein echtes Abenteuer war. Zunächst sind wir nämlich zu ihrem Frisör nach Achumani gefahren, was echt außerhalb liegt und 40 Minuten Mini-Bus fahren bedeutet. Doch angekommen, konnten wir gleich wieder umdrehen, denn in Achumani war wegen eines Stromausfalls alles dunkel. Tja, dass ist auch Bolivien und damit muss man leider immer rechnen, auch wenn wir in einer der größten und modernsten  Städte des Landes sind. Also wieder zurück und in Sopocachi gesucht und auch fündig geworden. Für nur 8€ hieß es Waschen, Schneiden, Föhnen auf bolivianische Weise. Echt ein Abenteuer und eine Menge Vertrauen waren von Nöten, aber es hat sich gelohnt.



19.Geburtstag hoch ueber La Paz


Christian
Am Samstag stand dann mein Geburtstag an! Morgens mit Olga, meiner Gastoma, gefrühstückt und dann mit den Ladys in die Stadt, um über La Paz ein wunderschön europäisches Menü zu genießen. Am Abend zuvor hatte ich schon mit ein paar anderen reingefeiert, auf bolivianische Weise. Am Montag gab es dann auch den Kuchen von unserer Sprachlehrerin, was echt niedlich war. Somit bin ich echt gespannt, was mein 20.Lebensjahr in Bolivien alles für mich bedeutet.
Con Sali

Das erste Mal im Kofferraum


Am Montag war ich dann bei Larissa zum Essen eingeladen und durfte dann mal wieder neue kulinarische Höhepunkte der bolivianischen Küche erleben: Quinua in Wasser aufgelöst mit ganz viel Zucker (man könnte es auch Sägespäne in Wasser nennen) und Zimteis mit Empanadas. Super lecker!!! Danach dann zum Teesito noch Kuchen, Kekse, Dulce de Leche… mannoman, hier ist man sehr sehr viel, egal zu welcher Tagzeit.

Valle de la Luna
Die Eintrittspreise fuer Europaeer
Man nennt es nicht umsonst Mondlandschaft


Valle de La Luna con: Larissa, Johanna,Sophie & Luzia
Anden
:)



Am Abend war ich dann noch mit Jonas bei einer Tanzveranstaltung von einer Schule. Traditionelle bolivianische Tänze aus den verschiedenen Orten von den verschiedenen Klassen. War echt eine schöne und vor allem auch niedliche Angelegenheit. Die ganzen Kinder mit ihren Kostümen, aber gleichzeitig auch die Professionalität von einigen Tänzern. Eine schöne Sache.
Traditionelle Kleidung (cochabambino)





Am Sonntag war mal wieder eine große Veranstaltung auf dem Prado (die größte & längste Straße La Paz). Verkaufsstände, Bühnen mit Tänzen/Programm, Informationsstände, Hüpfburgen. Hier gibt es Sonntagmorgens alles und hier ist ein richtiger Auflauf an Leuten. Und das jeden Sonntag!




Montag waren wir an unserem freien Nachmittag noch auf der Saganaga, der Touristenmeile. Hier gibt es super schöne Sachen, wie Taschen, Stoffe, Schmuck, und und und. Daneben gibt es aber auch einige kuriose Dinge, wie Lamaföten, die hier sehr wichtig und heilig sind. Bei jedem Hausbau muss ein solches eingemauert werden. Bei religiösen Festen werden sie aber auch geopfert. 


Taschen, Tuecher, Ketten Saganga
Die besagten Lama-Embryos
                                                 

Noch zwei Wochen Sprachkurs, dann geht es in die Projekte und an die Arbeit. Ich denke, dass der kleine Bericht zumindest grob kurz wiedergibt, was ich bisher so erlebt habe. La Paz ist einfach so groß und vieles an Bolivien so neu, das braucht Zeit!


Alles Liebe und viele liebe Grüße aus Bolivien.

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