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Freitag, 29. August 2014

In der Stadt des ewigen Fruehlings (Kolumbianische Version)


Anscheinend ziehen mich Staedte mit einem aehnlichen Titel an, denn wie wir uns erinnern, auch Cochabamba hat sich gern als bolivianische Fruehlingsstadt bezeichnet. Aber gut heute soll es sich um Medellin drehen. Die Entscheidung nach Medellin habe ich sehr spontan mit zwei Freundinnen getroffen und haben damit einen Brueckentag genuzt, um uns die zweitgroesste Stadt Kolumbien anzuschauen. Das war echt eine gute Entscheidung, wenn auch sehr spontan und chaotisch teilweise. Ich hatte sehr viel Spass in den drei Tagen und habe sehr positive Eindruecke aus Medellin aber auch Kolumbien mitnehmen koennen. Denn man braucht Bogota nur eine Stunde Fahrzeit verlassen und steht in tropischen Klima, mit Palmen und Bananenstauden. Und es ist deutlich waermer, als das Wettermoloch hier.
Bueno Medellin liegt nur auf knapp 1500 Hoehenmetern und war sehr sehr warm. Wir haben fuer die Hinreise leider 13h gebraucht, statt 8 geplanten. Oh man, also sind wir sehr spaet erst angekommen und sind dann in ein anderes Hostel ausgewichen, weil ersteres leider keinen Platz mehr hatte. Aber gut, dass war die einzig kribbelige Stelle. Danach haben wir uns Medellin angeschaut und das war anlaesslich der vielen Blumen zur Feria de las Flores eine nette Idee. Die Blumenausstellung ist eine der groessten und bekanntesten im ganzen Land und sehr gut besucht. Kolumbien ist anscheinend sehr bekannt fuer seine Vielfaeltigkeit an Blumen und laut meinem Professor aus International Economics auch der groesste Blumenexporteur (Was die Niederlaender dazu sagen?). Insofern war es echt beeindruckend zu sehen, was die Paisas (Einwohner Medellins) alles aus Blumen zaubern koennen. Aber dazu spaeter mehr.
Zunaechst haben wir uns den bekannten Plaza de Botero angeschaut, dieser kolumbianische Kuenstler hat seiner Heimatstadt 24 Skulpturen vermacht. Diese fallen durch runde Koerperformen aus und verteilen sich rund um den gleichnamigen Platz. Wir fanden es super spannend,



Im Hintergrund ein bekanntest Museum in Antioquia



Danach haben wir uns dann auf eigene Faust aufgemacht, denn leider wussten die vielen Polizisten sehr wenig ueber Touristenattraktionen bzw. wie man dort hingelangt. Dabei haben wir diesen futuristischen Platz gefunden, allerdings weiss ich nicht wie er heisst,


Danach sind wir zum Plaza Mayor aufgebrochen, wo anlaesslich zur Feria verschiedene Tierskulpturen ausgetsellt waren. Echt schoen anzusehen. Den Parque Botanico konnten wir uns auch nicht entgehen lassen, denn jeder in Bogota hat uns versichert, dass er sehr sehenswert sei. Also haben wir uns diesen Park auch angeschaut und waren durchaus beeindruckt, denn auch dort gab es wieder viele Blumen zu bewundern,


Ein Guerteltier



Der Botanische Garten.





 Den Abend haben wir dann mit einer klassischen Rumba ausklingen lassen, mit viel Salsa und Merengue im tropischen Medellin.

Am naechsten Tag sind wir raus aus Medellin. Ziel war ein Dorf unweit von Medellin, wo die klassischen Blumenstuehle angefertigt werden, die fuer den grossen Umzug am Sonntag genutzt, dekoriert werden. Nach einer abenteuerlichen Fahrt mit der Metro und Seilbahn, die Gruende warum Medellin definitiv besser organisiert ist als Bogota, sind wir an einem Buspunkt angekommen. Von dort aus sind wir dann in ein Dorf etwa 25 min entfernt, wo bereits viele Staende aufgebaut waren. Wir haben uns die vielen handwerklichen Kunstwerke angeschaut und haben auch gesehen, wie besagte Stuehle gebaut wurden,




Diese Video kann euch einen Eindruck geben,



Spaeter sind wir dann ein wenig ins Dorf gelaufen und haben aus Zufall eine kleine Farm entdeckt, wo ein Bauer gerade dabei war zwei Stuehle anzufertigen. Wir haben dann noch ein wenig mit ihm geredet und er hat uns berichtet, dass er die Tradition von seinem Vater uebernommen hat und jedes Jahr bei dem Umzug der Silleteros mitwirkt. Bezahlt wird er dafuer nicht, aber das macht ihm nichts aus. Er sei ein Mann der Tradition.


Danach sind wir noch ein wenig rumgeschlendert und haben mit den Menschen geredet. Spaeter ging es dann zurueck in die Metropole. Abends haben wir uns fuer ein Konzert entschieden, ohne zu wissen was genau uns erwarten wuerde. Dabei sind wir bei den grossen Finale des Trova gelandet. Trova ist ein spontaner Sprechgesang und sehr sehr typisch fuer die Region. Was zunaechst sehr befremdlich wirkte hat sich als sehr nett und erfrischend herausgestellt. Die Saenger haben ein Thema bekommen und musste spontan darauf einen Text dichten.
Ich hab da mal wieder ein Video, (ich weiss, das klingt befremdlich, aber um einen Eindruck zu bekommen)



Den grossen Umzug am Sonntag haben wir leider verpasst, denn der einzige freie Bus nach Bogota fuhr sehr frueh morgens ab. Aber ich muss sagen, dass Medellin eine wirklich schoene Stadt ist. Sicherlich hat auch sie ihre haesslichen Seiten, allerdings merkt man den Fortschritt und die Moderne in dieser Metropole. Ich fand es sehr schoen dort und haben die kurze Reise sehr genossen.
Damit verabschiede ich mich
Estef

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