| Illumination der Javeriana |
So schnell gehen 4,5 Monate Universitaet in Kolumbien an der Javeriana vorbei. Ich war besonders am Ende echt etwas gestresst, denn in jedem Fach standen die Abschlussklausuren an. Aber ich kann auch ein sehr positives Fazit ueber dieses Austauschsemester ziehen, in dem ich die Moeglichkeit hatte eine anderes akademische System kennenzulernen, dass in mancher Hinsicht viele Vorteile bietet. Andererseits muss ich auch sagen, dass ich die Freiheit des Studiums an einer deutschen Hochschule jetzt noch mehr zu schaetzen weiss, denn oft hat sich das Studium an der Javeriana auch ein wenig wie "Schule" angefuehlt.
Viele meiner Companjeros werden mir aber sehr fehlen, auch wenn ich dafuer nun ganz viele Einladungen nach Mexiko habe. Mal schauen, welche Gesichter man noch einmal begegnen wird.
| Abschiedsfeier |
Ausflug nach Villa de Leyva und Boyaca:
Im November war ich auch noch in Boyaca, einem Departamente angrenzend an Cundinamarca. Villa de Leyva ist ein kleines Dorf, dass von den Spaniern konstruiert wurde und somit als touristische Muss gilt.
"Wäre da nicht das frische Klima, könnte man sich bei der Ankunft in Villa de Leyva in Andalusien wähnen. Der Eindruck ist sehr ähnlich. Weiße Fassaden, große Fenster und Türen aus Holz, schöne, maurisch beeinflusste Balkons, setzen die Akzente der spanischen Tradition.
Die steinbepflasterten Gassen geben dem Ort den magischen Hauch einer Welt, die voller Geschichten und Legenden steckt.
In Villa de Leyva anzukommen, sich Mütze, Handschuhe und die ruana de lana (typischer Wollponcho) überzuziehen und eine heiße Schokolade mit einem Stück Käse in einem der Cafés am Hauptplatz zu genießen, ist wie ein Schritt zurück in die Vergangenheit, wenn man durch die mit steinbepflasterten Gassen schlendert, die herrlichen Innenhöfe der Häuser aus dieser Epoche bewundert, oder einfach einen Augenblick stehen bleibt, um tief durchzuatmen und dabei in die dahinter liegende Bergkette zu schauen, an deren Fuß sich die Hauptkirche des Ortes versteckt. Dieses Dorf, mit seinem authentischen Kolonialstil, ist ein unvergesslicher Eindruck und die Rückkehr zu den Wurzeln, wo sich Religion, Architektur und grüne Landschaft mit der Leidenschaft des Departamento von Boyacá vermischen."(http://www.colombia.travel/de/internationaler-tourist/reisefuhrer-ziele/reisetipps-der-woche-in-kolumbien/villa-de-leyva, Stand 19.12.2014)
Ich fand es ehrlicherweise nicht so spannend und habe es vielmehr genossen in einem kleinen Dorf ausserhalb von Villa de Leyva zu naechtigen. Wir haben auch noch einen Ausflug in andere Doerfer gemacht, die sehr viel zu bieten hatten und echt schoen waren. Unter anderem auch in Raquira:
"Zu den Hauptaktivitäten der präkolumbischen Dörfer gehörte das Töpferhandwerk. In Töpfen, Krügen und Gefäßen wurde Wasser, Mais und Salz aufbewahrt und in ihnen wurde die Chicha (alkoholisches Getränk auf Maisbasis) fermentiert und Speisen zubereitet.Seit damals waren Gefäße aus Ton und Lehm nicht nur Nutzgegenstände der Völker, die sie herstellten, sondern bekamen auch einen gewissen magischen Wert, da Keramik als Zusammenspiel der vier Elemente des Universums Wasser, Luft, Tonerde und Feuer galt und heutzutage immer noch gilt.
Als die spanischen Eroberer 1537 nach Ráquira kamen, was in der Chibcha-Sprache Stadt der Töpfe bedeutete, und von der Vielfalt an Gegenständen aus Keramik, die von den Ureinwohnern mit außerordentlicher Fingerfertigkeit erstellt wurden, beeindruckt waren, gaben sie dem Ort den Namen Töpferdorf.
Heutzutage ist in Ráquira jeder Quadratmeter mit Keramikgegenständen gefüllt, die in traditioneller Art von Expertenhänden aus Bergen von Ton geformt werden: Töpfe, Krüge, Sparschweine und jegliche Art von Gebrauchsgegenständen."(http://www.colombia.travel/de/internationaler-tourist/reisen-aktivitaten/geschichte-und-tradition/kunsthandwerk/kolumbianisches-toepferhandwerk/toepferwaren-aus-raquira, Stand 19.12.14)
| Ein Laden in Raquira |
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