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Dienstag, 7. Februar 2012

3965,25km Südamerika

Wie versprochen möchte ich kurz über meine Reise nach Argentinien und Chile berichten.
Eines steht für mich jetzt ganz deutlich fest: Südamerika ist einfach wunderbar!
Bisher kannte ich nur Bolivien, das Leben aus Cochabamba und habe mich schon sehr wohl gefühlt, doch mit der Reise habe ich noch ganz andere Länder und Orte kennenlernen dürfen, die mich alles beeindruckt haben.
Doch fangen wir von vorne an:
Von Potosi und meinem Seminar ging es mit der Flotta nach Tarija, einer Kleinstadt im Süden des Landes. Von dort sind wir dann mit einem Kleinbus 4 Stunden in den Süden und in die Tropen gefahren, bis wir dann schließlich an der argentinischen Grenze angelangt waren. Bei der Grenzüberquerung sind meine Freundin Anne und ich ins Schwitzen gekommen. Nachdem wir nämlich den Fluss, der die beiden Länder teilt, überquert hatten, musste wir noch rund 1,5 Kilometer laufen, um zum argentinischen Grenzposten zu kommen. Und das mit voller Gepäckausrüstung und in tropischer Hitze.. ich war unglaublich froh, dass wir nach der Stempelprozedur endlich in ein Taxi steigen konnten, dass uns in die nächste Stadt gefahren hat.



Von Omar ging es dann in einem super Luxus-Bus nach Salta, unserem ersten Zielort. Diese Fahrt habe ich sichtlich genossen, denn wir sind querbeet-ein durchs Land gedüst und haben so eine Menge sehen können. Mich hat das wirklich sehr beeindruckt und ich fand Argentinien gleich umso sympathischer.
Am frühen Abend sind wir dann in Salta angekommen. Gleich am nächsten Tag ging es auf Erkundungstour. Zunächst war alles noch sehr südamerikanisch, außer dass der Straßenverkehr um einiges ruhiger ist. Doch durch Zufall sind wir auf der Plaza Principal gelandet, die mich wirklich beeindruckt hat.




Irgendwie war das alles ein bisschen Mini-Europa mit einem tropischen Flaire. Ich habe mich wirklich heimisch gefühlt, was durch die große Fußgängerzone nur bestätigt wurde. Irgendwie wie Urlaub in Europa. Anne und ich haben uns langsam vorangerarbeitet, um Salta besser kennenzulernen. Neben dem Plaza gibt es viele schöne Kirchen:

In unserem Hostal haben wir dann auch einige Argentinier kennnegelernt, die uns viel über ihr Land und ihre Kultur erzählt haben (nebenbei uns auch auf einen Mate-Tee eingeladen habe, typisch aus einem Matebecher).

  Danach waren wir noch im großen Stadtpark Saltas, bevor es mit dem Bus weitergehen sollte:



Unsere nächste Station war dann ungewollt Tucuman, dennn leider haben wir keinen Direktbus mehr nach Cordobar. Zugleich war das die Möglichkeit Tucuman kennezulernen, welches in der argentinischen Geschichte der Befreiung eine wichtige Rolle gespielt hat.


Das Museum dazu haben wir dann am gleichen Tag noch besucht, um uns darüber zu informieren.
Anlässlich der drückenden Hitze, sind wir am Nachmittag zu einem großen See gefahren, um uns dort abzukühlen.
schön
Das warme Wasser, umgeben von Bergen, war wirklich schön und hat mich etwas an einen deutschen Baggersee im Sommer erinnert. Am Abend (und nach leckeren argentinischen Empanadas) haben wir dann endlich die Reise nach Cordobar antreten können. 500km im Bus bzw. eine Nacht, aber dann sind wir am Morgen endlich angekommen. Wie so oft haben wir uns erstmal zu Fuß ins Zentrum begeben. Doch genauso wie in Tucuman herschte wieder diese drückende Hitze, die einen nur ermüden lässt.

 Dennoch ist Cordbar echt eine schöne Stadt:



Die Plaza Principal


Die Kathedrale

Es hat mich alles sehr an eine europäische Großstadt erinnert mit latino Flair. Ansonsten fand ich es mehr als schön in Cordobar und habe es sehr genossen. Zudem wurden wie zum Empanadasessen eingeladen und haben so auch einmal das Familienleben in Argentinien kennenlernen können.
Doch leider ging uns die Zeit aus und es wurde nach nur wenigern Tagen Zeit nach Santiago de Chile aufzubrechen, eine Fahrt die weitere 500km Busfahrt bedeuteten.

Ciao Argentinia!
Bienvenida Chile! 


Nach einem Tag Busfahrt, Grenzkontrolle haben wir dann auch endlich Chiles Hauptstadt erreicht. Durch Freundschaften haben wir dort in einer WG leben können und uns mit anderen Freiwilligen austauschen können.
Ich fand Santiago von Anfang an unübersichtlich und laut. Besonders die Währung hat mich aus dem Konzept gebracht, denn 1€ sind hier run 660 Chilenos, 15€ etwa 10.000chilenos.
Am kommenden Tag gab es zunächst ein deutsches Frühstück, sogar mit Nutella, was wirklich himmlisch war. Generell gibt es in Chile und chiles Supermärkten wirklich alles. Besonders die Vielfalt an Käse habe ich genossen...genug von den Köstlichkeiten. Also am nächsten Tag haben wir uns Santiago, also das Stadtzentrum angeschaut. Zunächst ging es zum Plaza de las Armas, der groß angekündigt wird, aber eigentlich weniger spannend ist. Ich meine, dass eine Plaza eigentlich in jeder Stadt Südamerikas zu finden ist und sich daher viele auch sehr ähneln.
Besonders ist auf jeden Fall der Stadtberg mit einer Marienstatur. Von dort aus hat man einen schönen Berg auf die ganze Stadt und kann, wenn der Smog mal nicht so ausfällt sogar bis zum Meer gucken, was etwa 100km vor Santiago liegt.

Santiago en Smog



Santiago hat auf jeden Fall viele schöne Seiten und auch schöne Stadtteile. Wir waren danach noch in einem Szeneviertel essen und ich muss sagen, wirklich charmant.
Doch wir wollen ans Meer! Somit sind wir dann am Samstag früh aufgebrochen und nach Valparaiso gefahren einem kleinem Hafenort. Die Architektur der Häuser, die sich den Berg hochranken ist so unglaublich, dass viele Touristen das Unesco gekührte Städtchen aufsuchen.
 Nachdem wir uns zunächst verlaufen haben, sind wir dann zu den bunten Häusern gekommen und sind durch die verschiedenen Gassen gelaufen.

Blick aufs Meer





Valparaiso ist wirklich schön und nachdem wir so viel gelaufen sind, brauchten wir eine wirkliche Abkühlung. Nur gut, dass der Strand gleich inklusive ist. Also sind wir zum Strand aufgebrochen. Vorbei am Hafenbecken, an Seelöwen und alten Schiffwracks, die dem Strand Charme verleihen!

Böötchen


Pazifikstrand
Strandbaden und Wellereiten! Wir haben den Ausflug sichtlich genossen und das Meer. Nach einem halben Jahr wieder am Meer und das im Januar. Wunderschön.

 Nach diesem Tag ging es abends zurück nach Santiago, denn ich musste am nächsten Tag nämlich leider schon meine Heimreise antreten, die über Iquique nach Bolivien ging.
In Iquique habe ich noch einen Zwischenstopp eingelegt und auch dort den Strand genossen.
Strand in Iquique



Schneller als man glauben kann war mein Urlaub dann auch schon vorbei und ich wieder in Bolivien! Ich habe es aber sichtlich genossen einmal über den "Tellerrand" rausblicken zu können und andere Länder kennenlernen zu können!  Wunderbare Erfahrungen und Kulturen und wie anfangs gesagt:

SÜDAMERIKA IST WUNDERSCHÖN

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