Ich bin wieder zurück von meiner kurzen Reise an die kolumbianischen Atlantikküste und bin immer noch sehr beeindruckt über die Vielfältigkeit Kolumbiens.
Zunächst ging es nach Santa Marta weiter nördlich, wo wir allerdings echtes Pech mit dem Wetter hatten. Es hat monsunartig geregnet, was die Straßen unter Wasser gesetzt hat, sodass diese zu Flüssen wurden. Wir sind trotzdem nach Taganga, einem Strand unweit von Santa Marta entfernt und haben dort 2 Stunden verbracht.
Am kommenden Tag sind wir richtung Parque Tayrona aufgebrochen. Ein wirkliches Highlight muss ich zugeben. Zunächst sind wir mit einem "Alimentador" etwa eine Stunde zum Park gefahren. Dort mussten wir uns registrieren und sehr teure ausländische Eintrittspreise zahlen...aber die haben sich gelohnt. Danach folgte ein Lauf von etwa 1,5h Stunden durch den Dschungel und das bei sehr tropischen Temperaturen. Ich bin sehr ins Schwitzen gekommen und als das Meer endlich in Sicht war, wollte ich auch nur noch reinspringen. So erging es uns aber allen. Es folgten 1,5 sehr schöne und besinnliche Tage in Tayrona, denn es hat sich sehr verlaufen, sodass wir den Strand praktisch für uns allein hatten und das bei klaren Wasser und warmen Temperaturen. Wirklich paradisich! Ich hab es sehr genossen, wenn auch die Nacht in der Hängematte etwas kalt war. Und die Krokodile, die wir später bemerkt haben, auch etwas Angst gemacht haben,...., aber das gehört zur Natur dazu und macht einen Besuch im Parque noch viel erstaunlicher-erstrebenswerter.
Schon bald ging es in unserer elfer Truppe nach Cartagena de las Indias, einer wunderschönen Kolonialstadt. Wir waren alle begeistert von den vielen bunten Häusern mit ihren Balkons, kleinen Gassen, Blumen und einer unvergleichbaren Ruhe. Natürlich ist die Stadt deutlich touristischer und lebt davon, aber es hat uns ausgesprochen gut gefallen. Unter anderen haben wir das Castillo der Stadt besucht, dessen Wallanlage die Stadt umschließt und ein Wahrzeichen der Stadt ist. Von den Spaniern als Festung errichtet, fiel es nur 20 Jahre nach Fertigstellung in die Hände der Kolumbianern, die die Unabhängigkeit erlangten. Der Aufstieg fiel uns schwer, allerdings auch weil wir auf die "Schnapsidee" gekommen sind, bei purer Hitze das Schloss kennenzulernen. Der Ausblick war aber ganz nett.
Am letzten Tag unserer Reise haben wir einen Abstecher auf die Inselgruppe vor Cartagena gemacht, auch bekannt als Islas del Rosario. Es ging früh morgens mit dem Boot, einer sogenannten Lancha, los. Auch wenn das Wetter zunächst bewölkt war, hat es sich doch sehr aufgeklart und wir haben es richtig genossen über das Meer zu schippern. Der erste Stopp war leider eine Enttäuschung, da die Insel kaum Strand hatte und eigentlich nur für eine Hai-und Delfinshow ausgelegt war, was wir widerum nicht sehen wollten.
Der zweite Stopp dafür war umso schöner! Playa Blanca, also weißer Strand hat nicht zu viel versprochen: türkieses Meer, weißer Strand, tropische Hitzer. Einfach nur karibisches Feeling! Wir waren begeistert!
| Frischer Fisch, mit Arroz con Coco (Reise mit Kokusnuss), Ensalada, Patacas (Bananenpuffer) |
Insgesamt habe ich die kurze Zeit an der Küste sehr genossen und bin wirklich froh, diesen Landstrich Kolumbiens kennengelernt zu haben. Ich bin wirklich begeistert von der Vielfältigkeit dieses Landes und begeister mich immer mehr für Kolumbien. Hoffen wir, dass das so bleibt und ich am Ende ähnliche Gefühle habe, wie beim Abschied aus Bolivien!
Liebe Grüße
Estef